Norddeutsche Avantgarde

27.10.2022 - 20:00
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In seiner Berliner Zeit (1740–1768) hatte Carl Philipp Emanuel Bach sich neben seinem Hofdienst rege am bürgerlichen Musikleben beteiligt, so dass er schon früh überregional als hervorragender Cembalovirtuose und Komponist bekannt war. Mit seiner ersten bedeutenden Veröffentlichung, den sog. Preussischen Sonaten, demonstrierte er was seinen Personalstil ausmachte: ambitionierte Spieltechnik, gewagte Harmonik, überraschende Kontrastwirkungen und Sätze von freier, fantasieartiger Form. Immer wieder zollten Bachs Zeitgenossen höchste Anerkennung für seine Werke, z.B. der Musikschriftsteller Schubart: „Sein gebundner Styl, seine Manieren, seine Ausweichungen, seine harmonischen Kunstgriffe sind unerreichbar. […] So reich an Empfindungen, so unerschöpflich in neuen Modulationen, so harmonisch voll ist keiner wie dieser.“

Carl Philipp beeinflusste ganze Generationen von Musikern, nicht zuletzt Wolfgang Amadeus Mozart. Klavierkompositionen aus Bachs Umfeld werden selten erwähnt und so gut wie gar nicht in Konzertprogrammen aufgenommen, dabei ist die Faktur dieser Werke hochqualitativ und sie bilden einen wichtigen Bestandteil, um die Klaviermusikästhetik jener Zeit als ein Ganzes zu verstehen. Im Programm erklingen neben der Musik von C. Ph. E. Bach Werken von G. Benda, E.W. Wolff, J.N. Forkel & J.W. Häßler

Ricardo Magnus: Resonanzreiche und farbfrohe Anschlagskultur sowie gestalterische Fantasie und rhythmische Finesse zeichnen das Spiel des aus Argentinien stammenden Cembalisten, Fortepianisten & Dirigenten Ricardo Magnus aus.

Er gastiert in renommierten Konzertsälen & Festivals wie Lucerne Festival, La Redoute Bonn, Laeiszhalle Hamburg, Gewandhaus Leipzig, Weilburger Schlosskonzerte, Telemann-Tage Magdeburg, Ambronay Festival u.a. Parallel zu diesen Aufgaben widmet sich Magnus seit einigen Jahren dem Dirigieren. So leitete er das Chuncheon Baroque Orchestra beim International Music Festival in Chuncheon, Süd-Korea und assistierte bei Mozarts-da Ponte Trilogie am Palacio de Bellas Artes in Mexiko. In der Saison 2021-2022 gastiert Magnus als Dirigent und Cembalist beim Staatsorchester Braunschweig. Seine neue CD mit Musik des Dresdner Komponist Christlieb Sigmund Binder, gespielt auf einen Clavecin Roïal, erscheint bei dem belgischen Label Etcetera-Records in März 2022.

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